Wie Fetischmode ihren Weg in den Alltag fand

Leder, Korsetts, Overknees, Lack, transparente Stoffe und körpernahe Kleidung vieles, was heute selbstverständlich in Modekollektionen auftaucht, wurde lange mit bestimmten Szenen, Subkulturen oder provokanter Kleidung verbunden.

Die Grenzen zwischen Fetischästhetik und Mainstream-Mode sind jedoch längst nicht mehr so eindeutig.

Wie Fetischmode ihren Weg in den Alltag fand

Wenn ungewöhnliche Kleidung modisch wird

Mode greift immer wieder Elemente auf, die ursprünglich außerhalb klassischer Alltagskleidung standen. Lederjacken sind dafür ein gutes Beispiel. Was zeitweise für Rebellion und bestimmte Subkulturen stand, gehört heute selbstverständlich zu ganz unterschiedlichen Kleidungsstilen.

Ähnliche Entwicklungen lassen sich bei Overknees, Korsetts oder stark glänzenden Materialien beobachten.

Der Kontext verändert die Wirkung

Entscheidend ist häufig nicht das einzelne Kleidungsstück, sondern seine Kombination.

Ein Korsett kann Teil eines ausgefallenen Fetisch-Outfits sein, aber ebenso als modisches Oberteil zu Jeans getragen werden. Kniehohe Lederstiefel können auffällig inszeniert werden oder Bestandteil eines klassischen Herbstlooks sein.

Dasselbe Kleidungsstück bekommt dadurch je nach Umgebung und Styling eine völlig andere Bedeutung.

Mode liebt Grenzüberschreitungen

Designer, Musiker und Popkultur greifen immer wieder auf ungewöhnliche Materialien und Silhouetten zurück. Was zunächst provoziert, kann dadurch nach und nach vertrauter werden.

So verschwinden die ursprünglichen Bedeutungen nicht unbedingt vielmehr entstehen zusätzliche Möglichkeiten, dieselben Elemente zu tragen und zu interpretieren.

Genau diese Entwicklung macht die Verbindung von Mode, Fetischästhetik und Alltagskleidung für unser Magazin interessant. Denn manchmal erzählt ein Kleidungsstück nicht nur etwas darüber, was wir tragen, sondern auch darüber, wie sich gesellschaftliche Vorstellungen von Mode verändern.

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